• Max Englisch

Sollte jeder Mensch einen persönlichen Blog haben?

"Die Perspektive eines 19-Jährigen auf Bücher, das Leben und andere Dinge"


Das ist der Spruch auf meiner Homepage und genau darüber soll dieser Blog auch sein, wie ich die Welt erlebe, was ich über Bücher denke, über meine Erfahrungen als Mensch.

Ich denke nicht, dass die Erfahrungen eines 19-Jährigen, der gerade mal mit der weiterführenden Schule fertig ist, wirklich an sich so besonders und toll sind, aber wenigstens sind sie einzigartig.


Wieso ich zwar denke, es gäbe keine einzigartigen Botschaften und Erkenntnisse, jedoch sehr viele einzigartige Boten und, wie jeder ein einzigartiger Bote seiner Ideen werden kann.

Wieso ich weiterhin denke, dass es sich lohnt, die Schlüsse, die wir aus unserer sehr limitierten Erfahrung des Lebens ziehen, aufzuschreiben.


Darum soll es in diesem Post gehen.



Einzigartigkeit der Gedanken


There are no unique messages, only unique messengers

Es gibt keine einzigartigen Gedanken oder Botschaften, alles wurde schon mal vor dir in dieser oder jener Form gedacht.

Jedoch ist jeder sein eigener und einzigartiger Denker, jeder hat seine eigenen Erfahrungen.

Diese Erfahrungen kann er in bekannte Konzepte einflechten und vermag es dadurch, etwas ganz neues zu erschaffen.


Anders ausgedrückt: Es gibt keine Gedanken zum Leben oder über das menschliche Erleben, die wirklich neu sind.

Andererseits gilt aber auch, dass jeder diese Grundgedanken und Erkenntnisse in seiner ganz eigenen Form erfährt, jeder ist sein eigener Philosoph.


Die gewaltige Menge an Content, die täglich über das Internet produziert wird, ist überwältigend. Das heißt, eigentlich wurde schon über alles geschrieben, ein Video oder

ein Podcast gemacht.

Jedoch steht meine Meinung immer noch, nur weil andere über etwas nachdenken, schreiben oder reden, heißt das nicht, dieses Thema ist "zu Ende gedacht".

Jeder Mensch könnte eigene Ideen und Theorien haben, die uns weiter bringen.



Große Denker


Wenn niemand jemals über etwas schreiben würde, worüber er nachdenkt, wo wären wir dann heute?

Wo wären wir, hätte Einstein seine Gedanken einfach für sich behalten? Newton, Sokrates, Aristoteles, Tesla oder Darwin?

Dadurch, dass Menschen ihre Theorien aufschreiben und teilen und keine Angst davor haben, dumm dazustehen, nur dadurch gibt es überhaupt menschlichen Fortschritt.


Nicht jeder ist der nächste Einstein oder Darwin, das zu denken wäre äußerst naiv, aber das ist auch egal, niemand weiß vorher, dass seine Theorien die Welt verändern werden, die meisten halten ihre Erkenntnisse eher für Schwachsinn.

Jedoch erkannten auch große Denker, dass jeder Gedanken es wert ist, geteilt zu werden, denn wie sonst sollen große Gedanken in die Welt kommen?

Neben Einstein, Darwin und Sokrates liegen Millionen und Abermillionen anderer Denker, deren Theorien einfach nicht mithalten konnten oder schlichtweg Humbug waren.

Das ist ein Fakt. Nicht jeder kann der nächste Aristoteles sein.

Jedoch waren auch all diese großen Denker nur Menschen mit Ideen.

Menschen mit Ideen, welche sie mit der Welt teilten und diese somit für immer veränderten.


Niemand weiß, ob seine Gedanken auf dem Friedhof der Existenz landen werden oder vielleicht etwas bewirken. So ist das.


Trotzdem muss es jeder versuchen. Wie gesagt, niemand weiß wo wir wären, hätten die größten Denker ihre Erkenntnisse für sich behalten.

Und wie viele großartige Ideen sind wohl doch mit ihren "Erdenkern" gestorben?

Wir werden es niemals wissen.

Aber, damit nie wieder eine wichtige Idee verloren geht, sollte jeder seine Theorien und Erkenntnisse mit der Welt teilen, egal für wie wahnsinnig und irrelevant man sie auch halten mag.


Ja, vielleicht wird dieser Blog nur Fremdscham und Stirnrunzeln in denen auslösen, die ihn lesen.

Aber vielleicht gibt es ja wenigstens einen kleinsten Ansatz einer Idee in irgendeiner meiner endlosen Schwafeleien, die irgendwie nützlich sein könnte und in einer Art, die Welt zu einem besseren Ort machen könnte.

Jedenfalls ist das das Ziel dieser ganzen Unternehmung hier.


Es ist einfach besser, wenn jeder alle seine wirren Theorien veröffentlicht, es erhöht die Chance, dass dabei wirklich etwas wichtiges veröffentlicht wird und vermindert die Chance von einer großen Idee, einfach unausgesprochen und unaufgeschrieben, zu sterben.



Input und Output


Ich meine, man kann nicht einfach nur durch sein Leben gehen und nur konsumieren, was andere produziert haben.

Ich konsumiere viel, sei es nun in Form von Büchern, Podcasts oder Videos.

Wie gesagt, ich liebe es, zu lesen. Über Philosophie, das menschliche Erleben und wie wir unser Leben verbessern können.

Ich liebe es, mir komische philosophische Video Essays auf YouTube anzuschauen und mir irgendwo im Internet Halbwissen zu allen möglichen Themen anzulesen.

Und natürlich liebe ich es, generell Romane, Kurzgeschichten und Parabeln über alles mögliche zu lesen.


Mein ganzes Leben lang habe ich konsumiert: Bücher, Texte, Videos.

Ich hatte viel Input und viel Zeit, mir aus dem ganzen Erlebten und Gelesenen meine eigenen Schlüsse zu ziehen.


Jetzt ist es Zeit, all diese Erkenntnisse wieder zurück in "die Welt" zu bringen.

Man kann nicht immer nur Input haben und sich jahrelang den Kopf darüber zerbrechen, wie all diese Prinzipien und Philosophien in deinem eigenen Leben zu finden sind. Irgendwann müssen diese Überlegungen wieder zurück nach draußen.

Input -> Nachdenken -> Output.


Und, seine eigenen Gedanken zu bereits beschriebenen und bekannten Konzepten, die es in manchen Fällen (z.B. die Philosophie des Stoizismus oder der Eudaimonie) schon seit über 2000 Jahren gibt, zu teilen, ist keineswegs Plagiarismus.


Wir alle erleben unser Leben und ziehen unsere Schlüsse daraus, manche Leute veröffentlichen sie und sind sogar erfolgreich damit, man nennt sie Philosophen.

Doch ich denke, jeder ist sein ganz eigener Philosoph, auch einfach nur seine eigenen Erfahrungen in bekannte Konzepte einzuflechten, ist eine sinnvolle Sache.



Einzigartigkeit der Existenz


Die menschliche Existenz ist für jeden von uns einzigartig, wir erleben zwar oft ähnliche Grundthemen, wie: Leiden, Liebe, Trauer, Glück etc.

Jedoch sind die Schlüsse, die wir daraus ziehen einzigartig und individuell.

Ich denke, dadurch, dass wir überhaupt leben und somit dauerhaft neues lernen und erleben, haben wir alle einzigartige Dinge durchlebt und Lektionen gelernt.

Diese Dinge, die wir lernten oder erlebten sind es oft wert zu teilen, vielleicht helfen sie irgendjemanden in einer ähnlichen Situation.


Das Leben ist ein Wunder. Dass wir es überhaupt bewusst erleben, ist ein Wunder.

Niemand weiß wirklich, was es heißt, "bewusst" zu sein oder was es heißt, zu denken und zu lernen.

Jeder von uns lebt mit seinen wirren Theorien und Erkenntnissen über die Welt und das Leben.

Es ist eine Grundüberzeugung von mir, dass jeder Schluss und jede Erkenntnis, die jemand aus seinem Leben geschlossen hat - und somit aus dem Erleben von Leid, Liebe, Glück, Trauer, Schrecken und Freude geschlossen hat - einen inhärenten, innewohnenden und nicht abstreitbaren Wert hat.


Es ist egal, ob diese Erkenntnisse durch Bücher oder ganz von selbst kamen, sie sind trotzdem einzigartig, da jedes Leben einzigartig ist.


Auch haben wir alle unsere einzigartige Perspektive auf das Leben und ich denke, jede Perspektive auf das Leben ist an sich wertvoll und ist das, was einen Menschen ausmacht, wie sieht der Mensch das Leben, was denkt er?

Das finde ich sehr interessant und würde gern von mehr Menschen wissen, was sie so erleben und denken.

Also dachte ich, ich mache mal den ersten Schritt und starte diesen persönlichen Blog.


Die Einzigartigkeit jedes Menschen finde ich sehr eindrucksvoll und ich denke, jeder einzelne Mensch hat etwas wertvolles, das er mit der Welt teilen sollte.



Warum ich schreibe

Ich schreibe, um meine Erkenntnisse und Theorien und Erlebnisse nicht zu vergessen, im Gegenteil, mein Denken weiter zu entwickeln und immer weiter zu lernen.

Ich schreibe, um der Welt, das zurückzugeben, das ich von ihr nahm - hoffentlich in einzigartiger und neuer Art und Weise.

Ich nahm Erleben von Situationen, das Lesen von Büchern, das Erkennen von Prinzipien und zurück gebe ich meine Gedanken dazu.


Es reicht nicht, nur zu erleben, nur zu konsumieren.

Als erlebender Mensch, sehe ich es fast als meine Pflicht, meine Erkenntnisse preiszugeben, auch wenn sie vielleicht nur Fremdscham und Kopfschütteln in manch anderen hervorrufen.


Wenn mein Denken und meine Schlussfolgerungen zu dem, was ich als Mensch erlebte und erlebe, auch nur einem Menschen helfen, vielleicht nur dadurch, dass es zeigt, dass auch andere Menschen keine Ahnung davon haben, was wir alle hier überhaupt tun und was sie selbst machen sollen, dann ist das Grund genug, darüber öffentlich zu schreiben.


Jeder sollte schreiben


Ich finde, jeder sollte über seine Erlebnisse und seine Gedanken zu Büchern und Texten und allem Möglichen schreiben.

Es muss auch nicht öffentlich sein, aber jeder sollte seine Gedanken mindestens in einem persönlichen Tagebuch aufschreiben.

Es hilft dabei, mal seinem eigenem Gedankenchaos zu entkommen und einmal den ganzen wilden Schwall an Gedanken schwarz auf weiß zu sehen.

Es hilft dabei sein Denken zu entwickeln und zu verbessern. Es bringt Klarheit in ein Chaos von Ideen und Theorien.


Und auch wenn du nur schreibst, damit du alle paar Jahre darauf zurückblicken kannst, dann ist das auch schön und definitiv amüsant.


Stell dir vor, du hättest all die Gedanken deines 8-Jährigen, 12-Jährigen, 14-, 16- und 18-Jährigen Selbst aufgeschrieben und könntest jetzt darauf zurückgreifen.

Das wäre mindestens mal interessant, um es gelinde zu sagen.

Es wäre extrem hilfreich und sehr wahrscheinlich auch ziemlich witzig.

Du siehst über welche Kleinigkeiten und Banalitäten du dir damals den Kopf zerbrochen hast und lernst vielleicht dabei, dich heute auch weniger zu stressen.


Wie sagt man so schön?

Der beste Zeitpunkt um etwas anzufangen war vor zehn Jahren, der zweitbeste Zeitpunkt ist jetzt.

Also fang jetzt an, schreib deine Geistesblitze auf und wenn du dich traust, dann veröffentliche sie.


Vielleicht helfen sie irgendjemandem durch eine schwierige Situation oder machen irgendwie den Tag eines Menschen besser und dann hat es sich schon gelohnt, deine Gedanken öffentlich zugänglich zu machen.

Und denke nicht, du musst irgendwie etwas besonderes sein, besonders berühmt oder reich oder sowas.

Das hatten wir schon bei den Großen Denkern, niemand weiß vorher, dass seine Gedanken die Welt verändern werden. Aber auch wenn deine Gedanken, wie Millionen andere, die Welt nur im Kleinen verändern: Jemandem den Tag verbessern, dir selbst helfen, etwas zu verstehen oder dir selbst in zehn Jahren etwas zeigen, das du vergessen hast, dann lohnt es sich doch auch.

Einfach nur dadurch dass du der beste darin bist, du selbst zu sein, ist deine Perspektive einzigartig und "besonders".

Also bleib bescheiden und schreibe über deine Perspektive auf das Leben und deine wirren, schrägen, sonder- und wunderbaren Gedanken.



Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, meinen komischen Blog zu lesen.

Wenn dir etwas aufgefallen ist und du deine Gedanken dazu teilen möchtest, lasse gerne einen Kommentar da.

Falls dir dieser Post gefallen hat und er hilfreich war und du denkst, er könnte vielleicht auch anderen einen Nutzen bringen, kannst du ihn gerne mit anderen teilen.


In diesem Sinne: Viel Spaß und Erfolg beim Schreiben über deine eigenen Erkenntnisse,


Max Englisch.

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